The Old Oak | Sozialdrama mit Schaumkrone

Ganze 57 Regiearbeiten kann Ken Loach in seiner Filmografie vorweisen, die bis in die Mitte der 60er Jahre zurückreicht und gespickt ist mit preisgekrönten Dramen wie „Angels‘ Share“, „Ich, Daniel Blake“ oder zuletzt „Sorry We Missed You“. Da überrascht es wenig, dass der britische Altmeister mit nunmehr stolzen 87 Jahren seinen letzten Film vorlegt und dabei einmal mehr das Thema anspricht, dass sich quer durch sein komplettes Werk zieht: soziale Ungerechtigkeit.

So erzählt er in „The Old Oak“ vom vereinsamten Pub-Besitzer TJ aus Durham, Westengland, wo 2016 Geflüchtete aus Syrien in der Nachbarschaft unterkommen. Während der Großteil der Einheimischen diese eher skeptisch beäugen, freundet sich TJ mit ihnen zunächst an und modelt seine baufällige Bar schließlich sogar zur Armenküche für Bedürftige um. Das erregt ebenso schnell Aufsehen wie Missmut bei seinen einstigen Stammkunden.

Stu und Dom konnten sich „The Old Oak“ bereits vor Kinostart am 23. November ansehen und verraten euch, ob der Meister des Sozialdramas mit seinem Abschlusswerk nochmal ein letztes Ausrufezeichen setzen kann oder ob dieses doch eher einem abgestandenen Bier gleicht, das zu lange auf dem Tresen gestanden hat. Was von beidem zutreffender ist, findet ihr heraus, in dem ihr auf Play drückt. Shakran und Prost!

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Eine Billion Dollar | Geschenkt und trotzdem teuer (Paramount+)

Was würdet ihr machen, wenn ihr eine Billion Dollar hättet? Könnte man mit derart viel Geld wohl die Welt retten? Bereits 2001 stellte sich diese Fragen der deutsche Bestseller-Autor Andreas Eschbach in seinem Roman „Eine Billion Dollar“. Über zwei Dekaden später, hat man den Stoff nun für sich entdeckt und daraus gleich eine ganze Mini-Serie gemacht, die ihr ab dem 23. November exklusiv bei Paramount+ sehen könnt.

Trotz aktueller Wirtschaftslage und Inflation, ist die Prämisse auch zwanzig Jahre später gleich geblieben: John, ein armer Schlucker, erbt auf einen Schlag ein beachtliches Vermögen. Dabei handelt es sich aber nicht etwa bloß um die Hinterlassenschaft irgendeines Anverwandten, sondern seines Vorfahren aus dem 16. Jahrhundert. Entsprechend gewaltig fällt also nicht nur die reine Erbmasse, sondern auch der Zins und Zinseszins aus. Als plötzlich reichster Mann der Welt, lebt John zunächst in Saus und Braus, muss aber auch ebenso schnell erkennen, dass er nicht nur große Verantwortung trägt, sondern auch kaum noch jemandem über den Weg trauen kann…

Manuel und David sind beide Kenner des Romansu und durften vorab die vier Episoden von „Eine Billion Dollar“ für euch in Augenschein nehmen. Ob man für die Serie gemäß dem Titel auch genug Geld in die Hand genommen hat oder ein Inflationsausgleich besser gewesen wäre, wie viel Male eine Billion Dollar um die Erde reichen und was eigentlich Richard Pryor damit zu tun hat – all das und mehr klären beide in diesem Podcast. Und den bekommt ihr absolut kostenlos auf die Ohren, sobald ihr auf Play drückt.

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In voller Blüte | Michael Caines Abschiedsvorstellung

Jetzt also doch: Immer wieder hieß es, dass Sir Michael Caine in den Ruhestand geht und – seien wir mal ehrlich – mit mittlerweile stolzen 90 Jahren hätte sich die britische Leinwandlegende diesen auch zweifellos mehr als verdient. Doch Caine gab sich lange Zeit als unverwüstlich und dementierte rüstig stets jede Meldung rund um seinen Abschied von der Schauspielerei. Zumindest bis dato. Denn vor kurzem gab der zweifache Oscar-Preisträger bekannt, dass „In voller Blüte“, der hierzulande nun am 23. November in die Kinos kommt, nun doch nach über 170 Rollen sein allerletzter Film ist.

Passenderweise mimt Michael Caine dabei einen Weltkriegs-Veteranen, der aus dem Altenheim ausbüxt, um seine Erinnerungen an den D-Day und eine verflossene Liebschaft wieder aufleben zu lassen. Allerdings stellt sich bei dieser Synopsis schon die Frage, ob das Decrescendo des Schauspiel-Urgesteins geglückt ist oder ob einen damit bloß eine weitere betuliche Seniorenkomödie erwartet. Was von beidem nun auf „In voller Blüte“ zutrifft und was nicht, das erfahrt ihr, wenn ihr Lida und Stu lauscht, die sich bereits vorab davon ein Bild machen konnten. Und das erblüht zumindest akustisch im Podcast, sobald ihr auf Play drückt.

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CECI N’EST PAS UNE CRITIQUE | #7: Das melancholische Mädchen oder: Badewannenpenismann, singend! (Dauerspoilersendung!)

Es ist sicherlich hilfreich, dass es ein verregneter Sonntagmorgen war, als dieser Text zu unserer neusten Ausgabe „Ceci N’Est Pas Une Critique“ entstanden ist. Denn in der 7. Episode unterhalten sich Schlogger, Max und Stu über „Das melancholische Mädchen“. Eine Verschmelzung von Essay und Experimentalfilm, Satire und sarkastischer Komödie.

Ein gefundenes Fressen, sich darüber zu unterhalten, was der in 14 Kapitel aufgeteilte Film aussagen möchte. Eine Anklage, eine Verballhornung, ein Dokument gesellschaftlicher Erwartungen sowie Forderungen? Alles oder vielleicht doch gar nichts davon? Klar ist, es könnte melancholisch werden. So wie dieser Text, der sich das Wochenende ohne Regen zurückwünscht und die Freiheit auszuschlafen.

Aber auch für weniger gut Ausgeschlafene unter euch gilt natürlich wie immer: Absolute Dauerspoilersendung. Ihr seid hiermit gewarnt worden.

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Yellowstone, 1883 & 1923 | Ein wilder Ritt durch den Neo-Western-Serienkosmos (Paramount+)

Spätestens seit dem Deutschlandstart von Paramount+ ist auch hierzulande ein Serienhype angekommen, der in den USA schon seit einigen Jahren das Publikum vor die Bildschirme fesselt: „Yellowstone“. Oscarpreisträger Kevin Costner und „Wind River“-Macher Taylor Sheridan trafen mit dem Neo-Westerndrama rund um die Ranch der Familie Dutton einen echten Nerv. Mittlerweile hat man das Ganze aber neben bislang vier Staffeln der Hauptserie mit weiteren Spin-Offs zu einem regelrechten Serienuniversum ausgebaut.

So widmet sich „1883“ mit Sam Elliott der Vorgeschichte der Duttons, wohingegen „1923“ nach der Jahrhundertwende angesiedelt ist und mit weiteren Stars wie Harrison Ford und Helen Mirren in den Hauptrollen aufwartet. Während mit „1944“ und „2024“ bereits zwei weitere Ableger angekündigt wurden, müssen Fans sich durch den Hollywoodstreik bei der fünften und letzten Staffel von „Yellowstone“ leider voraussichtlich bis Herbst 2024 in Geduld üben. Zumindest wurden diese Woche aber schon mal die ersten acht von 14 Episoden auf Paramount+ veröffentlicht, was Theresia und David zum Anlass genommen haben, ausgiebig über die bisherigen Serienkosmos ausgiebig zu schwärmen.

Dabei versucht das Fanduo die Faszination dafür mit dem imaginären Lasso einzufangen, euch die wichtigsten Charaktere näherzubringen, aber ebenso neben dem Weiden an den Highlights die Schwächen zu brandmarken. Und das beste: beide bleiben dabei relativ spoilerfrei für potenzielle Neueinsteiger. Also: sattelt die Pferde, schwingt die Hufe und begleitet uns auf einem wilden Ritt quer durch die Geschichte der Duttons und von „Yellowstone“. Bevor ihr euch jetzt aber schon bei einer Reitschule anmelden wollt: drückt vorher noch auf Play und macht mit beim Podcast-Rodeo. Howdy!

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