Napoleon | Der längste Trailer der Filmgeschichte?

Ridley Scott hat, ganz wie es sich für einen Regie-Altmeister gehört, im Laufe seiner Karriere schon so ziemlich jedes Filmgenre beackert, das man sich nur vorstellen kann. Besonders angetan haben es ihm dabei aber vor allem immer wieder historische Stoffe. Und so erzählt er nach Werken wie „1492“, Gladiator“, „Königreich der Himmel“, und „Robin Hood“ in seinem neuesten Monumentalepos „Napoleon“ vom Aufstieg und Fall eben jenes Generals (Joaquin Phoenix), der sich durch die französische Revolution vom gefürchteten Militärstrategen zum Eroberer, König und Diktator aufschwingen konnte.

Wie schon Martin Scorsese bei „Killers of the Flower Moon“, hat Ridley Scott sein ausschweifendes Werk zu großen Teilen von Apple finanzieren lassen. Auf deren hauseigenem Streamingdienst soll auch noch der für Scott längst obligatorische „Director’s Cut“ erscheinen, der die Laufzeit auf stolze vier Stunden ausweiten soll. Nun steht uns aber ab dem 24. November erst einmal die Kinofassung ins Haus, die es immerhin auch noch schon auf stattliche 157 Minuten Laufzeit bringt und die Schlogger, Max und Timo bereits vorab sehen und anschließend ihre Gedanken dazu austauschen durften.

Wie es dabei um die Geschichtskenntnisse des Trio bestellt ist, ob „Napoleon“ in der „Kurzversion“ zu überzeugen weiß oder ob Ridley Scott damit den wohl längsten Trailer der Filmgeschichte abgeliefert haben könnte für den eigentlichen Film, das und mehr erfahrt ihr, wenn ihr auf Play drückt.

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Anselm – Das Rauschen der Zeit | Große Kunst – Wortwörtlich

Die Aussage „große Kunst“ ist bei Anselm Kiefer nicht bloß eine Phrase, sondern womöglich eine der zutreffendsten Bezeichnungen für dessen Schaffen. Denn nicht umsonst gilt der Maler und Bildhauer gilt als einer der wichtigsten, bekanntesten und bedeutendsten Künstler der Nachkriegszeit. Daher überrascht es wohl kaum, dass mit Wim Wenders nun ein anderer großer Name den deutschen Kinos ihm mit „Anselm – Das Rauschen der Zeit“ einen Film gewidmet hat, in dem Dokumentation, Essay und Experiment fließend ineinander übergehen und eine Einheit bilden.

Ein großes Ganzes, das obendrein mit Schlagworten wie 3D und 6K daherkommt, wie man sie für gewöhnlich eher von Hollywoodgrößen wie James Cameron kennt und weniger von Filmen über Kunstwerke. Ob „Anselm – Das Rauschen der Zeit“, der am 12. Oktober in unsere Kinos kommt, diese technischen Superlativen gerecht wird oder sie überhaupt braucht, darüber und mehr reden Lida und Stu in diesem Podcast. Der kommt praktischerweise ohne 3D-Brille und UHD-Bildschirm aus, dafür aber nicht ohne den Play-Button, den ihr aber jetzt gerne drücken könnt.

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Jeanne du Barry | Ein Depp für ein Comeback?

Wohl nur für die wenigsten dürfte das Historiendrama „Jeanne du Barry“ wegen seiner Geschichte interessant sein oder weil das Werk von Regisseurin und Hauptdarstellerin Maïwenn der Eröffnungsfilm bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes war. Denn eigentlich war im Vorfeld dabei nur eines wirklich von Belang: nämlich Johny Depp, der erstmals wieder in einer großen Hauptrolle zu sehen ist seit dem öffentlich ausgetragenen Rosenkrieg mit seiner Ex-Frau Amber Heard.

Während die Aufarbeitung davon momentan auf Netflix erneut für Aufsehen sorgt, schlüpft der einstige Weltstar in „Jeanne du Barry“ in die Rolle von König Louis XV., an dessen Hofe in Versailles die titelgebende Jeanne gelangt. Schnell steigt die Frau aus gewöhnlichem Hause dort zur Favoritin und Mätresse des Monarchen auf und sorgt für mächtig Wirbel, wohingegen abseits der Palastmauern die Französische Revolution ihre Schatten vorauswirft.

Lida, Dom und Stu haben sich eingepudert, das Korsett fest geschnürt und sich so elegant wie nur möglich vor ihre Mikros begeben, um über den Film zu sprechen, der am 24. August die deutschen Kinos erreicht. Mit eurem royalen Druck auf Play erfahrt ihr, ob „Jeanne du Barry“ mehr ist als eine adelige Seifenoper und ob das vermeintliche Comeback von Johnny Depp als geglückt oder doch eher wenig beachtenswert bezeichnet werden kann. Amusez-Vous.

Unsere Besprechung zu „Depp vs. Heard findet ihr hier.

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Zoé & Sturm – Nicht bloß noch ein Pferdefilm?

Was denn, schon wieder so ein Pferdefilm? Weit gefehlt, denn bei „Zoé und Sturm“ geht es keineswegs nur um das typische Pferdemädchen X, dass mal wieder ein, Achtung es wird Englisch, „Special Bonding“ mit Pferd Y hat. Stattdessen bekommen wir mit dem Film von Regisseur Christian Duguay („Ein Sack voll Murmeln“) ein waschechtes Drama dargeboten, das bereits 2022 in den französischen Kinos lief und hier nun ab dem 10. August zu sehen ist. Im Kern dreht sich „Zoé und Sturm“ um die namensgebende Zoé, die nach einem Reitunfall eine Querschnittslähmung erleidet und fortan an den Rollstuhl gefesselt ist. Im weiteren Verlauf entspinnt sich daraus die Geschichte eines Mädchens, dessen großer Traum es war, wie ihr Vater Jockey zu werden und unter anderem davon erzählt, sich selbst zu akzeptieren.

Unser Till hat sich, wie viele andere vermutlich auch, vom Trailer anfixen lassen und durfte den Film bereits vorab sehen. Warum „Zoe und Storm“, besetzt mit u.a. Mélanie Laurent und Danny Huston, hierzulande völlig irreführend beworben wurde, aber trotzdem gerade etwas für die weniger Pferdevernarrten unter euch sein könnte, erfahrt ihr im Podcast mit Kenny, der Till dazu ausfragen durfte. Um ihnen zu lauschen, müsst ihr aber kein anerkannter Pferdeflüsterer sein, sondern bloß auf Play drücken.

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