The Punisher: One Last Kill (Disney+) | Brutal, brutaler, Frank Castle: Wie rabiat und gut ist das neue MCU-Special?

Das MCU ist nicht gerade für seine harte Gangart bekannt. Umso schwieriger wird es, wenn es um Kultfiguren wie Frank Castle aka The Punisher geht, der alles andere als für eine familienfreundliche Ausrichtung steht. Zum Glück existieren neben den Kinofilmen auch die Serien des MCU, in denen es durchaus deutlich brutaler zur Sache gehen darf – zuletzt etwa in der zweiten Staffel von „Daredevil: Born Again“. Mit „The Punisher: One Last Kill“ startet am 13. Mai ein rund 45-minütiges Special, das kompromisslose, harte Action verspricht. Erneut übernimmt Jon Bernthal die Rolle von Frank Castle, der zunächst von Schuld und Trauer überwältigt wird, später jedoch auf zahlreiche brutale Gegner trifft, die ihn ausschalten wollen. Schlechte Nachrichten für sie, gute für ihn – und für uns: Der Punisher bleibt wehrhaft. Ob „One Last Kill“ tatsächlich den erbarmungslosen FSK18-Bestrafer liefert, wie einst „Punisher: War Zone“ oder der Kurzfilm „Dirty Laundry“, darüber diskutieren Sven und Stu gnadenlos im Podcast.

Viel Spaß mit der neuen Folge vom Tele-Stammtisch!

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Apex (Netflix) | In diesem Survival-Thriller mit Charlize Theron ist die Natur nicht der gefährlichste Gegner

Sasha (Charlize Theron) trägt nicht nur einen schweren Rucksack durch die abgelegene Wildnis Australiens, sondern auch ein tief sitzendes Trauma mit sich herum. Auf der Suche nach Ablenkung und innerer Ruhe stürzt sie sich ins Abenteuer – doch statt Stromschnellen oder Giftschlangen wartet eine weit größere Gefahr: Ben (Taron Egerton), ein zunächst freundlich wirkender Glatzkopf, entpuppt sich als skrupelloser Psychopath, der Sasha in ein tödliches Spiel verwickelt. Ausgestattet mit Proviant und einem kleinen Zeitvorsprung beginnt für sie ein gnadenloser Überlebenskampf, während er die Jagd durch die unbarmherzige Wildnis eröffnet. Ab dem 24. April könnte es damit spannend werden beim Streamingdienst Netflix, wenn dort „Apex“ startet – der neue Survival-Thriller von Regisseur Baltasar Kormákur, der sich erneut dem ewigen Konflikt zwischen Mensch und Natur widmet, diesen jedoch um die perfide Dimension eines Serienkillers erweitert. Unsere Naturburschen Andi, Timo und Stu, die sich den Film bereits ansehen konnten, diskutieren darüber, wie fesselnd die neueste Eigenproduktion des großen roten N tatsächlich ist und ob uns hier endlich wieder ein packender Streaming-Hit erwartet – oder doch eher ein zäher Survival-Ausflug ohne echten Nervenkitzel.

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Normal | Actionfilm mit Bob Odenkirk – zwischen „Nobody“-Vergleich und eigenem Stil

Was ist schon normal? Noch vor wenigen Jahren hätte wohl kaum jemand erwartet, dass ausgerechnet „Better Call Saul“-Star und Komiker Bob Odenkirk zur glaubwürdigen Action-Hauptfigur avanciert, doch spätestens seit dem Überraschungserfolg von „Nobody“ und dessen Fortsetzung hat sich dieses Bild grundlegend gewandelt. Nun kehrt der inzwischen 63-jährige Darsteller mit „Normal“ auf die große Leinwand zurück, wo er erneut mit Fäusten und Feuerwaffen gegen eine Übermacht an Gegnern antritt. Auf den ersten Blick wirkt der Film wie ein klassischer Nachzügler im Fahrwasser seines eigenen Erfolgs, doch unter der Regie von Ben Wheatley, bekannt für Werke wie „The Meg 2“ und „Kill List“, entfaltet sich ein deutlich vielschichtigeres Szenario. Odenkirk verkörpert den Interims-Sheriff Ulysses, der in der titelgebenden Kleinstadt eigentlich nur die Stellung halten soll, bis der reguläre Sheriff eintrifft – ein vermeintlich ruhiger Job, der jedoch durch einen eskalierenden Banküberfall abrupt in einen erbitterten Überlebenskampf umschlägt. Plötzlich sieht sich Ulysses nicht nur mit korrupten Kolleginnen konfrontiert, sondern auch mit verschlagenen Bewohnerinnen und sogar der gefürchteten Yakuza, was dem Film in kompakten 90 Minuten eine beachtliche erzählerische Dichte verleiht. Doch funktioniert diese Mischung aus Action, schwarzem Humor und kleinstädtischer Paranoia wirklich, oder verliert sich „Normal“ in seinen vielen Ideen? Und vor allem: Für welches Publikum lohnt sich der Kinobesuch? Genau diesen Fragen gehen Elias und Stu auf den Grund.

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Kill Bill – The Whole Bloody Affair | Ein Meisterwerk zurück auf der Leinwand: Ist Tarantinos Fassung eine Steigerung zum ursprünglichen Zweiteiler?

Es gibt alles: Extended Cuts, Director’s Cuts, Final Cuts, Snyder Cuts… und es gab schon zum damaligen Zeitpunkt des Kinostarts von Quentin Tarantinos Kill Bill die Information, dass aus dem eigentlichen 4-Stünder ein Zweiteiler wurde, weil ein gewisser Knast-Insasse seinem Spitznamen – nein, es ist nicht „perverses Schwein“, sondern Harvey mit den Scherenhänden – mal wieder bestätigen musste. Aber nach knapp 23 Jahren haben deutsche Kinogänger:innen nun ab dem 16. April 2026 die Chance, die von Tarantino bevorzugte Fassung von Kill Bill- The Whole Bloody Affair zu sehen. Das Podcast-Kommando „Tödliche Hyper Hyper“ um „Nerdshit“ Sam, Niklas, den „verdammten Nerd“ und „Videothekar“ Timo hat ausgiebig über die Qualitäten des Films, Uma Thurmans Rachefeldzug und über die Änderungen des alten neuen Cuts gesprochen. Drückt auf Play und es geht rund!

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Thrash (Netflix) | Eine Kleinstadt gegen Hurricane und Haie – oder: Wie wichtig ist das „H“ im Titel?

„Und der Haifisch, der hat Zähne / Und die trägt er im Gesicht“ – so beginnt die „Moritat von Mackie Messer“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill aus dem Jahr 1928. Damals gab es weder Netflix noch den norwegischen Genre-Regisseur Tommy Wirkola („Violent Night“) – und genau hier endet auch schon unser kleiner Ausflug in die Hochkultur. Denn „Thrash“, den der Streamingdienst am 10. April veröffentlicht hat, ist ein Mix aus Hai-Horror und Katastrophenfilm. Im Zentrum steht eine australische Küstenstadt, in der die Warnung vor einem Hurrikan der höchsten Kategorie von vielen ignoriert wird. Nur der Marinewissenschaftler Dale Edwards schlägt Alarm und versucht vergeblich, seine Nichte Dakota zu überzeugen. Als der Sturm schließlich auf Land trifft, offenbart sich das ganze Ausmaß der Katastrophe: Gewaltige Wassermassen überfluten die Straßen und spülen zudem hungrige Haie mitten in die Stadt. Das klingt zunächst nach einer Story aus dem Hause The Asylum („Sharknado“), doch zumindest unser Stu würde diesen Vergleich energisch zurückweisen – was allerdings nicht automatisch bedeutet, dass er „Thrash“ für großartig hält. Was genau er zum Film zu sagen hat und wie unser Tele-Stammtisch-Delfin Johannes das Ganze einordnet, erfahrt ihr im Podcast – in dem weder Brecht noch Weill eine Rolle spielen, dafür aber Haie. Und ihre Zähne. Ach ja, und die Frage, ob „Thrash“ tatsächlich Trash ist, steht natürlich auch im Raum – aber sorry, diese Pointe war uns dann doch zu plump für diesen Text. Dann lieber ein Hauch Hochkultur.

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