Thrash (Netflix) | Eine Kleinstadt gegen Hurricane und Haie – oder: Wie wichtig ist das „H“ im Titel?

„Und der Haifisch, der hat Zähne / Und die trägt er im Gesicht“ – so beginnt die „Moritat von Mackie Messer“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill aus dem Jahr 1928. Damals gab es weder Netflix noch den norwegischen Genre-Regisseur Tommy Wirkola („Violent Night“) – und genau hier endet auch schon unser kleiner Ausflug in die Hochkultur. Denn „Thrash“, den der Streamingdienst am 10. April veröffentlicht hat, ist ein Mix aus Hai-Horror und Katastrophenfilm. Im Zentrum steht eine australische Küstenstadt, in der die Warnung vor einem Hurrikan der höchsten Kategorie von vielen ignoriert wird. Nur der Marinewissenschaftler Dale Edwards schlägt Alarm und versucht vergeblich, seine Nichte Dakota zu überzeugen. Als der Sturm schließlich auf Land trifft, offenbart sich das ganze Ausmaß der Katastrophe: Gewaltige Wassermassen überfluten die Straßen und spülen zudem hungrige Haie mitten in die Stadt. Das klingt zunächst nach einer Story aus dem Hause The Asylum („Sharknado“), doch zumindest unser Stu würde diesen Vergleich energisch zurückweisen – was allerdings nicht automatisch bedeutet, dass er „Thrash“ für großartig hält. Was genau er zum Film zu sagen hat und wie unser Tele-Stammtisch-Delfin Johannes das Ganze einordnet, erfahrt ihr im Podcast – in dem weder Brecht noch Weill eine Rolle spielen, dafür aber Haie. Und ihre Zähne. Ach ja, und die Frage, ob „Thrash“ tatsächlich Trash ist, steht natürlich auch im Raum – aber sorry, diese Pointe war uns dann doch zu plump für diesen Text. Dann lieber ein Hauch Hochkultur.

Viel Spaß mit der neuen Folge vom Tele-Stammtisch!

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Thank you very much to BASTIAN HAMMER for the orchestral part of the intro!

I used the following sounds of freesound.org:
16mm Film Reel by bone666138
wilhelm_scream.wav by Syna-Max
backspin.wav by il112
Crowd in a bar (LCR).wav by Leandros.Ntounis
Short Crowd Cheer 2.flac by qubodup

License (Copyright):
Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)

Rebel Moon – Teil 1: Kind des Feuers | Zack Snyders All-You-Can Eat Sci-Fi Buffet (Netflix)

Während die einen bereits ihren Altar polieren, schärfen die anderen bereits ihre Mistgabeln. Oder kurz: Zack Snyder ist zurück. Wieder auf Netflix und erneut mit einem Megaprojekt, das zu einem ganzen Franchise ausgebaut werden soll. Statt Zombie -Action in Las Vegas oder Superhelden in Zeitlupe steht im unscharfen Fokus allerdings dieses Mal ein episches Sci-Fi Epos. „Rebel Moon – Teil 1: Kind des Feuers“, der am 22. Dezember exklusiv beim Streamingdienst erscheint, markiert dabei aber nur den Auftakt dazu, dem bereits am 19. April 2024 mit „Die Narbenmacherin“ der zweite Teil folgt. Zunächst soll aber Teil 1 über die Weihnachtsfeiertage sämtliche Streamingrekorde für Netflix brechen.

Schlogger und Stu durften das neue Werk von Zack Snyder allerdings nicht nur vorab schon sehen, sondern obendrein sogar tatsächlich auf der großen Leinwand genießen. Ob das dem Film, der für den Bildschirm produziert wurde, aber so guttut oder eher sogar schadet, das ist in diesem Podcast ebenso Thema wie das Auseinanderdriften von Stilistik und Story und das, was tatsächlich bislang von „Rebel Moon – Teil 1: Kind des Feuers“ im Gedächtnis bleibt. Und es geht natürlich, unvermeidbar bei einem Snyder-Film, um Zeitlupen. Zum Glück bekommt ihr diesen Podcast zum Film nur in Audioform und normaler Geschwindigkeit. Glauben wir zumindest. Drückt einfach auf Play und findet es selbst heraus.

Unsere Besprechung zu „Zack Snyder’s Justice League“ findet ihr hier

Und die zu „Army of the Dead“ hier

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Gran Turismo – Game-Verfilmung mit TÜV-Plakette

Aus Super Mario, dem Doom Marine oder Nathan Drake einen Film zu machen, scheint relativ einfach. Doch auch zu einer Rennsport-Simulation wie „Gran Turismo“? Sony hat es versucht und das Ergebnis kann man ab dem 10. August in den deutschen Kinos bestaunen. Erzählt wird darin die wahre Geschichte eines jungen Mannes, der es dank seiner Erfolge im virtuellen Auto tatsächlich schaffte, ein erfolgreicher Rennfahrer zu werden. Klingt doch wie gemacht für eine Verfilmung, oder?

Schon, aber „Gran Turismo“ ist eben auch sehr offensichtlich die Art Werbefilm, wie wir sie in der letzten Zeit immer häufiger gesehen haben, ob nun bereits mit „Air – Der große Wurf“ oder ganz aktuell mit „Barbie“. Schlogger, David und Stu haben sich für diese Besprechung darüber Gedanken gemacht und versuchen klarzumachen, warum trotz einem Gefühl von „Dauerwerbesendung“ der neue Film von „District 9“-Regisseur Neill Blomkamp vielleicht doch besser geworden ist als gedacht. Und apropos Werbung: Leute, die den Play-Button drücken, werden reicher, schöner und besser. Ist so! Probiert es doch einfach mal aus. Kostet auch nichts.

Viel Spaß mit der neuen Folge des Tele-Stammtischs!

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