Nürnberg | Duell: Ober-Nazi vs. Psychiater – Historisches Gerichtsdrama mit Rami Malek und Russell Crowe

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beginnt mit den Nürnberger Prozessen die juristische Aufarbeitung der beispiellosen Verbrechen des NS-Regimes. Genau diesem historischen Wendepunkt widmet sich das Drama „Nürnberg“, das am 7. Mai endlich in den deutschen Kinos startet. Im Zentrum steht der amerikanische Psychiater Douglas Kelley (Rami Malek), der im Auftrag der US-Armee die angeklagten Hauptkriegsverbrecher begutachten soll – darunter Hermann Göring (Russell Crowe), einst engster Vertrauter Adolf Hitlers und eine der schillerndsten wie verstörendsten Figuren des Dritten Reichs. Regie führt James Vanderbilt, bekannt als Drehbuchautor von „Zodiac“, der sich hier der komplexen Dynamik zwischen Arzt und Angeklagtem widmet und das psychologische Kräftemessen zweier Männer inszeniert, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Die Vorlage bildet das Sachbuch „Der Nazi und der Psychiater“, das die realen Gespräche Kelleys mit Göring dokumentiert und einen seltenen Einblick in die Gedankenwelt eines der zentralen NS-Täter gewährt. Doch kann „Nürnberg“ als historisches Gerichtsdrama und psychologisches Kammerspiel mit dem vielfach ausgezeichneten Klassiker „Das Urteil von Nürnberg“ konkurrieren? Und trägt die prominente Besetzung mit Oscar-Preisträger Rami Malek und Russell Crowe zur Authentizität bei – oder lenkt sie womöglich vom historischen Stoff ab? In unserem Podcast diskutieren Manuel, Sven und Stu ausführlich über die Stärken und Schwächen des Films, analysieren die Inszenierung der Nürnberger Prozesse, sprechen über die darstellerischen Leistungen und beleuchten jene Szenen, die tatsächlich unter die Haut gehen und noch lange nachwirken.

Viel Spaß mit der neuen Folge vom Tele-Stammtisch!

Trailer

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Thank you very much to BASTIAN HAMMER for the orchestral part of the intro!

I used the following sounds of freesound.org:
16mm Film Reel by bone666138
wilhelm_scream.wav by Syna-Max
backspin.wav by il112
Crowd in a bar (LCR).wav by Leandros.Ntounis
Short Crowd Cheer 2.flac by qubodup

License (Copyright):
Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)

The End | Dystopischer Abgesang bis zum bitteren Schluss

Anfang der 2010er Jahre sorgte der Filmemacher Joshua Oppenheimer mit seinen beiden erschütternden Dokumentarfilmen „The Act of Killing“ und „The Look of Silence“ für großes Aufsehen. Das brachte ihm neben zwei Oscarnominierungen auch die Gelegenheit, ein lang ersehntes Herzensprojekt endlich in die Tat umsetzen zu können, das rund eine Dekade später tatsächlich Realität geworden ist. Mit „The End“ legt Oppenheimer aber nun nicht bloß seinen ersten Spielfilm vor, sondern wagt sich damit gleich an eine Endzeit-Dystopie, die obendrein auch noch als Musical mit Hollywood-Starbesetzung daherkommt. Ob der Film mit unter anderem Tilda Swinton, Michael Shannon, George McKay und Moses Ingram in den Hauptrollen aber auch darüber hinaus etwas zu sagen hat und inwiefern „The End“ seinem Titel gerecht wird, das erfahrt ihr wahlweise ab dem 27. März in den deutschen Kinos oder schon vorab in unserer Besprechung mit Johannes und Dom. Und die hat zwar ein Ende, aber ebenso einen Anfang, den ihr zu hören bekommt, sobald ihr auf Play drückt.

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The Flash – Der beste DC-Film seit The Dark Knight?

Hach, waren das noch Zeiten, als es DC und Warner in den Nullerjahren meist gelang, Qualität und Kassenerfolg Hand in Hand gehen zu lassen, noch dazu mit einen renommierten Regisseur wie Christopher Nolan vorneweg. Doch erschien dieser doofe Iron Man und leitete die Erfolgsgeschichte des Marvel Cinematic Universe ein. Ha, was die können, können wir schon lange, dachten sich da wohl auch schnell die verantwortlichen Studio-Bosse. Zeitsprung: Anno 2022 verkündete James Gunn frischgebackenes Mastermind von DC einen kompletten Neustart des Kinouniversums.

Dumm nur, dass zu dem Zeitpunkt noch ganze vier Filme auf Halde lagen. Und so mühte er sich, dem Publikum, zu verkaufen, dass „The Flash“ von „Es“-Macher Andy Muschietti ganz, gaaanz wichtig sei für das bevorstehende Franchise-Reboot. Doch ist dem wirklich so? Und vor allem: taugt der legendäre Comic „Flashpoint“ als Vorlage für einen monumental-epischen Multiversums-Flick mit Ezra „Skandalnudel ist mein zweiter Vorname“ Miller? Und überhaupt: Kann es DC doch noch? Und wie und was und warum? Gott sei Dank haben unsere Comicexpertin Schlogger und Timo „The Flash“ auf Scherz und Nieren geprüft und gehen in einer XXL-Besprechung auf fast alles dazu ein. Also vielleicht. Na gut, drückt doch einfach den Play-Button und überzeugt euch am besten selbst.

Und wer so schon neugierig geworden ist, findet Timos Kritik zum Film bei den Kollegen von Filmtoast hier.

Viel Spaß mit der neuen Folge des Tele-Stammtischs!

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