Gavagai | Rassismus-Eklat, Affäre und eskalierende Dreharbeiten: Bringt dieser Film Kunst und Realität an ihre Grenzen?

Während einer konfliktreichen Produktion einer modernen »Medea«-Adaption im Senegal sucht Schauspielerin Maja (Maren Eggert) Halt in einer intensiven Beziehung zu ihrem Kollegen Nourou (Jean-Christophe Folly), die jedoch nur von kurzer Dauer ist; erst bei der Berliner Premiere kreuzen sich ihre Wege erneut, wobei alte Emotionen unvermittelt wieder aufflammen, zugleich aber ein rassistisch geprägter Zwischenfall mit einem Sicherheitsbeamten die fragile Situation eskalieren lässt und die Beteiligten in ein moralisches Spannungsfeld zwingt, in dem einfache Antworten zunehmend unmöglich erscheinen, während sich parallel auf der Leinwand die antike Tragödie entfaltet und eine unheimliche Wechselwirkung zwischen Inszenierung und Wirklichkeit entsteht, sodass sich die Frage aufdrängt, wie weit Kunst gesellschaftliche Realität spiegeln oder sogar beeinflussen kann – genau dieser komplexen Gemengelage widmen sich Lida und Johannes in ihrem Podcast zum neuen Kinofilm „Gavagai“ und ordnen ein, ob Ulrich Köhlers Film tatsächlich die angestrebte Tiefe im Umgang mit Themen wie Kolonialismus, Verantwortung und künstlerischer Darstellung erreicht. Ab 30. April im Kino.

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Der Magier im Kreml | Tarantino hasst Paul Dano – wir feiern ihn, besonders in seiner Rolle als Putins Verbündeter

Quentin Tarantino mag Paul Dano nicht. Schade, aber sein Problem. Denn Manuel und Stu mögen Paul Dano – vor allem in seiner neuesten Rolle im satirischen Politdrama „Der Magier im Kreml“. Darin verkörpert er Wadim Baranow, eine (angeblich) fiktionale Figur, die Wladimir Putin dabei half, an die Macht zu kommen und diese auch zu festigen. Mit Jude Law als Putin sowie Alicia Vikander und Jeffrey Wright in weiteren Rollen ist der Film vom französischen Kultregisseur Olivier Assayas glänzend besetzt. Doch wo genau liegen die Stärken und Makel der Literaturverfilmung, die am 9. April in die deutschen Kinos kommt. Manuel und Stu verraten euch im Podcast, warum sich ein Kinobesuch lohnt und worauf man besonders achten sollte.

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The Moment | Popstar im Spiegel des eigenen Hypes: Charli XCX reflektiert über ihre Karriere und das Erwachen aus dem „Brat Summer“

Vanity Projects von Popstars sind keine Seltenheit, doch zuletzt häufen sie sich auffällig. Nach „The Idol“ und „Hurry Up Tomorrow“, mit denen The Weeknd Serie und Film vorlegte, die außerhalb der Fanblase auf wenig Gegenliebe stießen, wagt nun auch die britische Musikerin Charli XCX den Schritt auf die Leinwand. In „The Moment“ spielt die „I Don’t Care“-Sängerin sich selbst und setzt sich mit ihrem Leben nach dem rasanten Aufstieg in den Pop-Olymp auseinander – ausgelöst durch den Erfolg ihres Albums „Brat“, das dank geschickter Vermarktung den „Brat Summer“ als virales Kulturphänomen etablierte. Der Film bewegt sich zwischen Mockumentary, Drama und Satire und stellt die Frage, was nach dem großen Hype eigentlich noch kommt. Ist „The Moment“ ein Film nur für Fans – oder könnte er gerade diese eher abschrecken? Darüber sprechen Laura, die genau weiß, was der „Brat Summer“ war, und Stu, der erst kurz vor dem Film verstand, was es mit „Brat“ überhaupt auf sich hat. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, ob sich „The Moment“ (ab 19. Februar im Kino) lohnt – und wenn ja, für wen.

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No Other Choice | Der „Parasite“ vom „Oldboy“-Regisseur

Bevor wir Anfang März „Oldboy“ dank der Best-of-Cinema-Reihe wieder auf der großen Leinwand erleben, kommt am 5. Februar Park Chan-wooks neuer Film in unsere Kinos: „No Other Choice“. Die Adaption von Donald Westlakes Roman „The Ax“ erzählt die Geschichte von Man-su (Lee Byung-hun), einem mittelständischen Manager, der nach der Umstellung seiner Papierfabrik auf künstliche Intelligenz seinen Job verliert. Nach 18 Monaten erfolgloser Jobsuche verliert er jede moralische Hemmung, identifiziert sieben Männer, die seinen Platz hätten einnehmen können, und tötet sie systematisch. Aus dem einst sanftmütigen Angestellten wird ein skrupelloser Mörder, der ungeahnte Fähigkeiten entdeckt, die ihm erschreckend leichtfallen. Ist „No Other Choice“ der neue „Parasite“ oder ein enttäuschender Film von Park Chan-wook? Darüber diskutieren Fans wie Melanie Kali und Stu gemeinsam mit Neueinsteigerin Laura. Viel Spaß!

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Stromberg – Wieder alles wie immer | Der Papa ist wieder da!

Wer es trotz der allgegenwärtigen Werbeoffensive noch nicht mitbekommen hat: Bernd Stromberg ist zurück – nicht im Streaming oder Fernsehen, sondern auf der großen Leinwand. Elf Jahre nach dem ersten Kinofilm läuft am 4. Dezember mit „Stromberg – Wieder alles wie immer“ der zweite Leinwandausflug an, erneut inszeniert von Arne Feldhusen und geschrieben von Ralf Husmann. Unser „Stromberg“-Ultra Dom und (Alters-)Teilzeitpodcastler Timo konnten die Fortsetzung bereits bei einem Fan-Event sehen und sprechen im Podcast darüber, ob die Komödie auch für Nicht-Fans funktioniert, ob wir Bernd Stromberg in diesen Zeiten tatsächlich brauchen und ob die altvertraute Besetzung – allen voran Christoph Maria Herbst und Bjarne Mädel – weiterhin zu überzeugen weiß.

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