The Quiet Girl | Stille tut Wahrheit kund

Wenig überraschend, macht „The Quiet Girl“ seinem Namen alle Ehre und keine großen Töne. Aber obwohl der Film bereits letztes Jahr auf der Berlinale gezeigt wurde und sogar mit einer Oscarnominierung bedacht wurde, so er dürfte wohl leider sang- und klanglos untergehen, wenn er am 16. November auch regulär in die deutschen Kinos kommt. Überaus bedauerlich, denn hinter Romanverfilmung mit dem unscheinbaren Titel verbirgt sich nicht nur ein buchstäblich stilles Drama, sondern auch eine wahre Indie-Perle.

Der Film handelt vom jungen Mädchen Cáit (Catherine Clinch), das über den Sommer Zuflucht vor zerrütteten Familienverhältnissen bei Pflegeeltern sucht. Dort, auf einem abgelegenen Bauernhof, beginnt man sich schließlich einander anzunähern, was nicht nur Cáit aufblühen lässt, sondern auch ihre Gastgeber wieder mit neuem Leben erfüllt. Dabei greift „A Quiet Girl“ zwar altbekannte Themen wie Familie und Zugehörigkeit auf, diese werden aber vom irischen Filmemacher Colm Bairéad so gekonnt sanft eingefangen und vermittelt, dass unsere beiden Arthouse-Connaisseure Paul und Stu überaus angetan waren.

Wieso, warum und weshalb, das verraten die beiden euch jedoch erst, wenn ihr auf Play drückt. Das könnt gern laut oder auch leise tun. Hauptsache, ihr gebt dem Podcast – und dem Film erst recht – eine Chance.

Viel Spaß mit der neuen Folge des Tele-Stammtischs!

Trailer