Napoleon | Der längste Trailer der Filmgeschichte?

Ridley Scott hat, ganz wie es sich für einen Regie-Altmeister gehört, im Laufe seiner Karriere schon so ziemlich jedes Filmgenre beackert, das man sich nur vorstellen kann. Besonders angetan haben es ihm dabei aber vor allem immer wieder historische Stoffe. Und so erzählt er nach Werken wie „1492“, Gladiator“, „Königreich der Himmel“, und „Robin Hood“ in seinem neuesten Monumentalepos „Napoleon“ vom Aufstieg und Fall eben jenes Generals (Joaquin Phoenix), der sich durch die französische Revolution vom gefürchteten Militärstrategen zum Eroberer, König und Diktator aufschwingen konnte.

Wie schon Martin Scorsese bei „Killers of the Flower Moon“, hat Ridley Scott sein ausschweifendes Werk zu großen Teilen von Apple finanzieren lassen. Auf deren hauseigenem Streamingdienst soll auch noch der für Scott längst obligatorische „Director’s Cut“ erscheinen, der die Laufzeit auf stolze vier Stunden ausweiten soll. Nun steht uns aber ab dem 24. November erst einmal die Kinofassung ins Haus, die es immerhin auch noch schon auf stattliche 157 Minuten Laufzeit bringt und die Schlogger, Max und Timo bereits vorab sehen und anschließend ihre Gedanken dazu austauschen durften.

Wie es dabei um die Geschichtskenntnisse des Trio bestellt ist, ob „Napoleon“ in der „Kurzversion“ zu überzeugen weiß oder ob Ridley Scott damit den wohl längsten Trailer der Filmgeschichte abgeliefert haben könnte für den eigentlichen Film, das und mehr erfahrt ihr, wenn ihr auf Play drückt.

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In voller Blüte | Michael Caines Abschiedsvorstellung

Jetzt also doch: Immer wieder hieß es, dass Sir Michael Caine in den Ruhestand geht und – seien wir mal ehrlich – mit mittlerweile stolzen 90 Jahren hätte sich die britische Leinwandlegende diesen auch zweifellos mehr als verdient. Doch Caine gab sich lange Zeit als unverwüstlich und dementierte rüstig stets jede Meldung rund um seinen Abschied von der Schauspielerei. Zumindest bis dato. Denn vor kurzem gab der zweifache Oscar-Preisträger bekannt, dass „In voller Blüte“, der hierzulande nun am 23. November in die Kinos kommt, nun doch nach über 170 Rollen sein allerletzter Film ist.

Passenderweise mimt Michael Caine dabei einen Weltkriegs-Veteranen, der aus dem Altenheim ausbüxt, um seine Erinnerungen an den D-Day und eine verflossene Liebschaft wieder aufleben zu lassen. Allerdings stellt sich bei dieser Synopsis schon die Frage, ob das Decrescendo des Schauspiel-Urgesteins geglückt ist oder ob einen damit bloß eine weitere betuliche Seniorenkomödie erwartet. Was von beidem nun auf „In voller Blüte“ zutrifft und was nicht, das erfahrt ihr, wenn ihr Lida und Stu lauscht, die sich bereits vorab davon ein Bild machen konnten. Und das erblüht zumindest akustisch im Podcast, sobald ihr auf Play drückt.

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Die Bologna-Entführung | Geraubt im Namen des Papstes

Unser ganz einfaches Rezept für eine Besprechung von „Die Bologna Entführung“: Man nehme ein italienisches Historien-Drama rund um Kirche, Kinder, Indoktrination und Familie. Dieses zeigt man dann Lida und Lasse und lässt die beiden, die unterschiedlicher Meinung sind, den Film besprechen. Et voilà, schon ist die Kritik fertig und bereit zum Verzehr.

Nach Wunsch kann der Podcast mit erhöhter Lautstärke genossen werden und optional fördert ein Gläschen guter Rotwein die Qualität dieser Gourmet-Besprechung. Vorspeise oder Dessert braucht man da nicht. Höchstens noch die Information, dass der Film am 16. November im Lichtspiel-Ristorante eures Vertrauens anläuft, auch für Diabetiker sowie Personen mit erhöhten Cholesterin gut verträglich ist und der Ohrenschmaus sofort beginnt, sobald ihr auf Play drückt. Keine Sorge, das geht aufs Haus.

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Dumb Money – Schnelles Geld | Der neue „The Big Short“?

Neben dem Skandal um den Finanzdienstleister Wirecard erregte auch der ebenso kometenhafte Aufstieg der Gamestop-Aktie in den letzten Jahren großes Aufsehen. Zwei Jahre, nachdem der Börsenkurs des US-Unternehmens im Januar 2021 schlagartig durch die Decke ging, versucht sich nun mit „Dumb Money – Schnelles Geld“ Regisseur Craig Gillespie („I, Tonya“) an einer filmischen Aufarbeitung der Ereignisse und Hintergründe. Dabei scheint man sich in gleich mehrfacher Hinsicht an der Erfolgsformel von „The Big Short“ orientieren zu wollen.

So diente auch hier ein Sachbuch, „The Antisocial Network“ von Ben Mezrich, als Grundlage dafür, ein staubtrockenes Wirtschaftsthema unterhaltsam aufzubereiten und das von einem entsprechenden Star-Aufgebot herüberbringen zu lassen. Dabei lässt man sich mit Hochkarätern wie Seth Rogen, Paul Dano, Shailene Woodley, America Ferrara und Pete Davidson auch ebenso wenig lumpen. Ob diese Herangehensweise bei „Dumb Money – Schnelles Geld“ aber genauso aufgeht wie beim großen Vorbild oder eher weniger, das und mehr erfahrt ihr in unserer Besprechung mit Lida, Max und Stu. Und keine Sorge: dafür braucht ihr keine Tele-Stammtisch Aktien zu erwerben, sondern einfach kurz auf den Play-Button drücken.

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Killers of the Flower Moon | Die Banalität des Bösen

Es ist und bleibt die wohl größte Ironie in der aktuellen Filmlandschaft: Martin Scorsese, Regie-Altmeister und ein erklärter Verfechter der Kinos, dreht ausladende Leinwand-Epen, zum Großteil finanziert durch Streamingdienste. Nach „The Irishman“ auf Netflix, hat er nun für Apple TV+ „Killers of the Flower Moon“ gedreht, der vor dem Streamingrelease aber auch am 19. Oktober einen regulären Kinostart spendiert bekommt. Und genau wie sein Altherren-Gangsterdrama, ist auch dieses Werk nicht nur episch überlang geraten mit stolzen 206 Minuten Laufzeit, sondern behandelt ein ebenso pechschwarzes Kapitel US-amerikanischer Historie. Basierend auf dem gleichnamigen Buch von David Grann, erzählt der Film von einer Verschwörung rund um den Genozid an amerikanischen Ureinwohnern in den 1920er Jahren in Osage County, Oklahoma.

Für diese Geschichte hat Scorsese natürlich einmal mehr mit Leonardo DiCaprio, Lily Gladstone, John Lithgow, Brendan Fraser, Jesse Plemons und Robert De Niro größtmögliche Namen vor der Kamera versammelt und weckt dabei insbesondere mit dem Aufeinandertreffen seiner beiden großen Karriere-Musen DiCaprio und De Niro dementsprechend hohe Erwartungen. Logisch, dass David, Timo und Stu nichts Geringeres erwartet haben als ein Meisterwerk. Ob „Killers of the Flower Moon“ aber auch ein solches geworden ist, das man unbedingt im Kino sehen sollte oder doch erst später bei Apple TV+, das und mehr erfahrt ihr, wenn ihr auf Play drückt.

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